Marketingtrend: Was ist eigentlich diese „Multi-Channel Integration“?

Veröffentlicht am: 2 Januar 2014

Das Legler-Marketing-Team hat das Thema genauer unter die Lupe genommen und bis ins Detail recherchiert, was sich hinter diesem modernen Begriff verbirgt.

Zunächst wird deutlich, dass die Literatur keine genaue Definition hergibt. Marketing-Expertin Yvette Schwerdt, der oder dem Einen bekannt von der Global Toy Conference auf der Spielwarenmesse in Nürnberg, drückt es so aus: „Multi-Channel Integration ist der Oberbegriff für die drei Entwicklungsstufen Multi-Channel Retailing, Cross-Channel Retailing und Omni-Channel Retailing.“ Die Multi-Channel Integration ist also nichts anderes, als die Kombination der drei genannten Vermarktungs-Strategien.

 

Was bedeutet das für Händler der Spielwarenbranche?

Stufe 1: Multi-Channel Retailing

Die erste Entwicklungsstufe, das „Multi-Channel Retailing“, steht für den Direktverkauf an den Endkunden, über zwei oder mehrere aufeinander abgestimmte Vertriebskanäle.

Bsp.: Ein Spielwarenhändler führt einen Laden und betreibt zusätzlich einen Online-Shop oder verkauft neben dem Laden noch über einen Katalog. Der Kunde kann entweder über den Online-Shop oder im Laden oder über den Katalog einkaufen. Einer der bekanntesten Fälle hierfür ist die Information im Laden und die anschließende Produktbestellung im Online-Shop.

Ausschlaggebend ist, dass die verschiedenen Vertriebskanäle, bspw. der Laden und der Online-Shop, aufeinander abgestimmt sein müssen, d.h. es gibt keine Preisunterschiede, das Angebot ist hauptsächlich identisch und Lagerbestände werden gleichzeitig aktualisiert. Die technischen Systeme die hinter den Kanälen stecken, sind allerdings getrennt voneinander.

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Stufe 2: Cross-Channel Retailing

Die zweite Entwicklungsstufe ist die Weiterentwicklung vom „Multi-Channel-Retailing“. Hier werden die verschiedenen Vertriebskanäle miteinander kombiniert. Das heißt, Kunden können während eines Einkaufsprozesses zwischen den Kanälen wechseln.

Bsp.: Ein Kunde bestellt ein Produkt über den Online-Shop und holt den Artikel am nächsten Tag im Laden ab.

Auch hier sind, wie beim Multi-Channel Retailing, die verschiedenen Vertriebskanäle zwar aufeinander abgestimmt, die technischen Systeme hinter den Kanälen sind allerdings weiterhin getrennt voneinander.

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Stufe 3: Omni-Channel Retailing

Die dritte Entwicklungsstufe ist das Sahnehäubchen unter den Vermarktungsstrategien. Alle angebotenen Vertriebskanäle verschmelzen beim Omni-Channel Retailing ineinander. Alle Kunden- und Produktdaten (wie z.B. Lagerbestände) sind zentralisiert und werden in nur einem technischen System verarbeitet.

Kunden erleben, egal über welchen Vertriebskanal, einen personalisierten Einkaufsprozess und haben, ebenfalls egal über welchen Vertriebskanal, Zugriff auf das Gesamtsortiment und auf die Gesamtmenge.

Bsp.: Ein Kunde bestellt über sein Smartphone ein Produkt im Online-Shop und holt es am nächsten Tag im Laden ab. Bei der Abholung im Laden nutzt der Kunde die Gelegenheit und erledigt einen Umtausch, von einem Produkt welches er vor kurzem im Online-Shop gekauft hat. Die Rechnung hat er im Online-Shop schon per Paypal bezahlt. Die Gutschrift erfolgt nun per Gutschein im Laden.

Im Laden wird er auf ein Werbeplakat aufmerksam und möchte das beworbene Produkt ebenfalls mitnehmen und mit seinem Gutschein aus dem Umtausch verrechnen. Im Laden ist das Produktangebot an diesem Tag bereits vergriffen, aber über den Internetterminal im Laden kann er das Produkt noch bestellen, mit seinem Gutschein bezahlen und nach Hause liefern lassen.

omni_channel_retailing

Beim Omni-Channel Retailing wird deutlich, dass Endkunden alle Vertriebskanäle mit identischem Angebot parallel nutzen können. Der Endkunde kann spontan und individuell entscheiden, welchen Kanal er heute nutzen möchte und kann gleichzeitig über alle Kanäle einkaufen/reklamieren/an Werbeaktionen teilnehmen.

 

 

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